Mittwoch, 23. Januar 2008

Berliners Mutter zieht im Plegeheim in ein neues Zimmer eines Neubaus

Das Johanniterheim in Berlin-Zehlendorf hat einen Neubau erstellt, in dem meine Mutter endgültig am 23. Januar umgezogen ist. Einen Bericht vom Umzug findet man im Blog des Denkforums unter folgender Adresse

Montag, 5. Juni 2006

Operettengala am Pfingstsonntag und Besuch beim Alten Fritz

Am Nachmittag fuhren wir nach Potsdam zunächst zum Besuch der Operettengala im Nikolaisaal. Es spielte das Filmorchester Babelsberg und es sangen Kammersänger der Komischen Oper Berlin: Gespielt und gesungen wurden u.a. "Barcarole" und "Cancan" von Offenbach, "Ich lade gern mir Gäste ein" aus der Fledermaus, "Teufelstanz von Hellmesberger, "Ich hätt' getanzt heut' Nacht " aus "My fair Lady" und Mackebens "Münchner G'schichten. Alenka Genzel hat mir nicht nur wegen ihres Gesangs am besten gefallen;-)) - im zweiten Teil des Konzerts kam sie mit einem schulterfreien, geschlitzten grünen Kleid auf die Bühne. Der Tenor Spiewok führte auch noch launig durch das Programm u.a. mit Christiane Oertel mit dem Sketch von Loriot von der Ehefrau, die wissen möchte, ob ihrem Mann ihr neues Kleid gefällt.

Im Anschluß an das Konzert fuhren wie weiter zum Neuen Palais und genossen die Führung „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam 2006. Wir sahen die Pesne-Galerie und die Königswohnung mit dem Konzertzimmer Friedrichs des Großen. Auf dem Rundgang
wurden auf unter-schiedlichen Tasteninstrumenten Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach u.a. präsentiert. Umgerechnet hat der Bau des Palais 650.000 € gekostet und Friedrich beschäftigte für sein "8-Sterne-Hotel" 1300 Leute. Er war also auch ein großer Arbeitgeber, nachdem er seinen Untertanen für den Bau des Schlosses einiges an Steuern aus der Tasche gezogen hatte, weil der 7jährige Krieg die königliche Schatulle aufgezehrt hatte. Beeindruckend war u.a. die Bibliothek mit den Originalbüchern, die man damals als "Loseblattsammlung" kaufte, um sie nach eigenem Geschmack binden zu lassen. Friedrich ließ die Blätter auch noch auf das Oktavformat falzen und schneiden, um sie als Taschenbuch überall lesen zu können. Sein Arbeitstag reichte von 4 Uhr früh bis 12 Uhr nachts und er nervte mit seinem frühen Aufstehen viele seiner Berater. Sein Hoforchester war das beste und bekannteste in Europa. Im persönlichen Speisezimmer anschließend an sein Schlafzimmer mit dem original erhaltenen französischen Bett und dem Konzertzimmer mit dem Original-Silbermann-Flügel erfuhren sie, woher die Redewendung vom "Aufheben der Tafel" kommt: auf Böcken lag die lose Tischplatte mit Geschirr und Besteck und sie wurde nach dem Tafeln mit allem drauf von den Bediensteten herausgetragen. Für Friedrichs Windspiele gab es eine extra Kammer abgehend vom Speisezimmer. Friedrich arbeitete an Tischen, deren Platte leicht geneigt waren: eine seiner Erfindungen.
Ein Essen mit geladenen Gästen in der Marmorgalerie hatte 12 Gänge und dauerte 5 Stunden. Man saß aber nicht durchgehend bei Tische, sondern wandelte durch die verschiedenen Räume wie den anschließenden Grottensaal.

Unser Rundgang wurde wurde unterbrochen durch das Spiel auf Instrumenten wie dem Klavichord, einer Orgel oder dem Nachbau des Silbermann-Flügels, auf dem Schüler der Hochschule für Musik und Theater München Kompositionen von Carl Philipp Emanuel Bach u.a. präsentierten.

Sonntag, 9. April 2006

Die Berlin Comedian Harmonists auf Schloss Neuhardenberg

Eine Woche ist es her, dass wir unsere "Kulturreisen ins Umland von Berlin" im Jahre 2006 begonnen haben. Es war ein wunderschöner Sonnentag und so beschlossen wir nach Durchsicht des Veranstaltungskalenders des Landes Brandenburg http://www.reiseland-brandenburg.de/pages/event_suche.htm nach Neuhardenberg zu fahren, um dort das Programm "Veronika, der Lenz ist da" der Berlin Comedian Harmonists zu erleben. Das Konzert fand in der Schinkelkirche statt und hat uns und das Publikum zu großem Applaus hingerissen. Dafür gab es drei Zugaben - und als Überraschung die Aufforderung, einem der Mitglieder mit "Happy Bithday" zum Geburtstag zu gratulieren.

Vor dem Konzert haben wir beim allsonntäglichen, empfehlenswerten Brunch in der "Alten Brennerei" von Schloss Neuhardenberg geschlemmt . Für mich gab es ein Sechsgangmenu;-), während meine Frau sich mit vier Gängen begnügte. Mein Hauptgang waren Filets vom Zander, Lachs und Heilbutt auf Paprikagemüse mit Reis - sehr lecker!

Und nach dem Essen ging es dann zur Verdauung in den Schlosspark und die angrenzende Feld und Flur. Es blieb dann nach eine Stunde Zeit bis zum Konzertbeginn fürs Lesen der Sonntagszeitung bei Cappucino und Tee.

Konzert auf der Burg Beeskow

Gestern sind wir zu Burg Beeskow gefahren und haben dort das Klaviertrio Sergej Bolkhovets (Violine), Yoosha Kim (Cello) und Naoko Sonada (Klavier) mit Werken von Brahms, Ravel und Schubert gehört. Das Konzert gehört zu einer Reihe von vier Konzerten in diesem Jahr ausgerichtet vom Verein
Junge Künstler stellen sich vor - Konzerte in Schlössern und Herrenhäusern der Mark Brandenburg e.V.

Der Verein hat keine Internetpräsenz. Wer sich aber für eine Fördermitgliedschaft oder das Programm interessiert, kann sich an die folgende email-Adresse wenden: jkssv@gmx.de

Mir hat aus dem gestrigen Programm am besten das Klaviertrio B-Dur op 99 D898 von Franz Schubert gefallen. Kostproben kann man hier anhören (natürlich von andern Künstlern)

Die drei Künstler studieren an der Fachhochschule für Musik in Berlin. Sergej Bolkhovets ist auch im Internet bekannt und hat viele Wettbewerbe gewonnen. Er hat unter Kent Nagano und Claudio Abbado gespielt und ist seit 2005 Violinist bei den Berliner Philharmonikern. Auch Yoosha Kim ist im Netz bekannt mit Auftritten in Neuseeland oder als Preisträgerin bei Brahms-Wettbewerben. Naoko Sonada ist zwar (noch) nicht im Netz bekannt, aber sie trat als Solistin und Kammermusikerin in den bekanntesten Konzertsälen Deutschlands und Japans auf.

Sonntag, 30. Oktober 2005

Zum Abfischen an den Blumberger Teichen

Wir waren heute nochmal Pilze sammeln, haben aber nur eine geringe Ernte eingefahren: war alles aufgefressen

Magere-Pilzausbeute

Wißt Ihr, in welchem Lied obige Zeile vorkommt? Die Melodie könnt Ihr hier hören.

Nach dem Pilzesuchen waren wir dann noch zum Abfischen in einem Naturschutzgebiet Blumberger Mühle mit vielen Teichen. Es sollte von 12 bis 17 Uhr dauern laut Veranstaltungskalender im Internet. Wir mussten etwa eine Stunde laufen, immer den Hinweisen "Abfischen" nach, ehe wir endlich am Ziel waren.

Immer-den-Schildern-Abfischen-nach

Uns kamen viele Leute mit Plastiktüten entgegen, wo die frisch gefangenen Fische drin waren. Es ging auf drei Uhr zu und wir hatten Kohldampf und freuten uns auf die angekündigte Fischsuppe.

Und dann... war alles aufgefressen...

Die Veranstaltung hatte nämlich schon um 9 begonnen und ging um drei zuende. Aber eine Bratwurst war für uns doch noch übrig.

Wir dachten dann, die sog.Biberbahn würde uns wenigstens zurückfahren, aber denkste: die letzte war um 14 Uhr 30 zurückgefahren. Also wieder 1 Stunde zurück zum Parkplatz laufen. Unterwegs habe ich noch drei Fotos machen können, dann waren die Batterien leer.

Brigitte-an-einem-Blumberger-Teich

DSC00009

DSC00010

Freitag, 28. Oktober 2005

Geburtstagsfeier bei den Johannitern

Gestern wurden die Geburtstagskinder des Monats Oktober im Johanniterheim mit einer gemeinsamen Geburtstagsfeier geehrt. Zwei von den ehrenamtlich tätigen "Grünen Damen" hatten den Tisch für die neun Gäste liebevoll mit farbigem Laub, Eicheln und Kastanien geschmückt, und die Kuchen selbst gebacken. Es gab vier Sorten zur Auswahl, von denen Mutti und ich uns jeweils für ein Stück leckeren Apfelkuchen (Äpfel in Scheiben geschnitten und nicht zu süß) und eine Mandarinenquarktorte entschieden haben. Wie man auf dem Bild sieht, ist nur ein Stück übriggeblieben;-)

Mutti-bei-der-Geburtstagsfeier

Ein Foto der ganzen Kaffetafel habe ich auch noch machen lassen

Geburtstagtafel

Kaffetafel

Der Herr im Vordergrund war mit 93 Jahren der älteste Teilnehmer.

Geredet wurde nicht nur darüber, wer wann und wo geboren, aufgewachsen und im Lauf seines Lebens gewesen war, ehe er im Senioren- bzw. Pflegeheim der Johanniter in Berlin-Lichterfelde gelandet ist, sondern auch über die vielen Erfindungen im 20. Jahrhundert, die man sich Anfang des Jahrhunderts nicht vorstellen konnte. So soll an den Schulen noch unterrichtet worden sein, dass man keine Flugzeuge bauen könne, wohl unter dem Erlebnis des tödlichen Absturzes von Otto Lilienthal, obwohl der und andere Wissenschaftler nur die Aussage trafen, dass kein Mensch mit seiner Muskelkraft sein eigenes Gewicht in die Höhe heben und dort halten könne, was auch noch nicht widerlegt werden konnte. Aber man mißdeutete dies dahingehend, dass generell eun Flug nicht möglich sei (Erklärung habe ich aus WIKIPEDIA übernommen).

Wir haben dann auch noch überlegt, ob die Johanniter schon vor 120 Jahren am jetzigen Standpunkt ihr "Siechenheim" hatten, denn die jetzigen Bauten stammen aus den 60er Jahren und werden teilweise im nächsten Jahr abgerissen und neu erbaut, da viele Zimmer nicht den heutigen Pflegeanforderungen genügen.

Und da im Konferenzraum, wo wir feierten, auch eine Kopie einer Gründungsurkunde für die Neubauten hing, erfuhren wir (was niemand genau wußte):

1885 war es, als die Villenkolonie Carstenns noch in den Kinderschuhen steckte, dass der Johanniterorden an der Chausseestr.30 (Hindenburgdamm) ein ca. 10 ha großes Gelände erwarb und dort ein “Siechenhaus”, ein Heim für alte und kranke Männer des Arbeiterstandes erbaute. Diese Stätte der Nächstenliebe war im 20. Jahrhundert vielerlei einschneidenden Veränderungen ausgesetzt: Belegung mit Verwundeten im 1.Weltkrieg, Zwangsabtretung von Ackerland an die SS, starke Schäden im Bombenkrieg des 2.Weltkriegs. Ab 1954 gelang ein Neubeginn mit wiederhergestellten Wohnheimen und Neubauten, bis der Orden schweren Herzens einem Geländetausch zustimmen musste zu Gunsten des Klinikums “Benjamin Franklin”. Am neuen Standort in der Finckensteinallee wurden die so genannten “Berliner Heime” erbaut, in denen heute ca. 300 alte oder hilfsbedürftige Menschen ihren Lebensabend verbringen. (Quelle: Steglitzer Heimat )

Natürlich gab es nach Kaffe und Kuchen auch ein Gläschen Kirschlikör, mit dem auf die Gesundheit der Jubilare angestoßen wurde, damit man sich im nächsten Jahre wiedertreffen könne.

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interessantes blog!
gut gemacht! kompliment! werne r http://mathematikos.uboo t.com
treo - 25. Apr, 21:42
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baerliner - 9. Apr, 12:26

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